Hans Heinz Holz

Hans Heinz Holz

Über die Stiftung

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Die Fondazione Centro di Studi Filosofici, S. Abbondio, Schweiz, wurde 1991 von Prof. Dr. Dr. hc. Hans Heinz Holz und seiner Frau Silvia Holz Markun gegründet.

 

Als Silvia und Hans Heinz Holz sich 1978 entschlossen, ihren festen Wohnsitz am Lago Maggiore zu nehmen und das Haus in S. Abbondio errichteten, war dies von vornherein mit der Absicht verbunden, dort eine Begegnungsstätte philosophisch Forschender zu schaffen. In langjähriger Erfahrung hatte sich dem Wissenschaftler und Hochschullehrer gezeigt, dass die Großveranstaltungen des Wissenschaftsbetriebs, die allgemeinen Kongresse und Tagungen der zahllosen philosophischen Gesellschaften immer mehr der Darstellung und Selbstdarstellung der einzelnen, nicht aber der Kommunikation über offene Probleme dienten. Selbst acht Jahre Präsident einer internationalen Gesellschaft mit spezieller Thematik hat Hans Heinz Holz auch als Organisator diese Zersplitterung des Denkens schmerzlich gespürt.

 

So entstand die Intention, in einem Kreis von jeweils nicht mehr als acht bis zehn sachkundiger Teilnehmer ein Problem in einem sechstägigen Workshop konzentriert zu behandeln, in täglich zwei dreistündigen Sitzungen. Das Zusammensein in einer kulturvollen privaten Atmosphäre, der Zauber der Landschaft, die heitere Stimmung bei abendlichem Essen und Wein oft  bis tief in die Nacht sollte das Philosophieren auch aus der Kühle universitärer Seminarräume herausführen und zu einem sinnlichen Erlebnis machen.

 

Als Holz 1979 den Ruf von Marburg nach Groningen annahm, wollte er zudem seine alten und neuen Schüler und Mitarbeiter zusammenbringen. Nach einem Vorlauf von zehn Jahren, in denen von 1981–1990 regelmäßig mindestens eine Seminarwoche im Sommer in S. Abbondio stattfand, entschlossen sich die Eheleute Holz zur Institutionalisierung in Form einer Stiftung. 1991 gegründet, hat diese jährlich ein bis zwei Veranstaltungen durchgeführt. Forschungsergebnisse wurden in der Publikationsreihe dialectica minora (Dinter, Köln) veröffentlicht. In Kooperation mit dem Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel, wurde 1992 die Halbjahresschrift TOPOS zur Verbreiterung der Diskussion ins Leben gerufen. Bis 2011 sind 36 Hefte erschienen.

 

Schwerpunkte der Seminare und Workshops bildeten systematische Probleme aus der Geschichte der Dialektik – z.B. Aristoteles und Hegel, die Kategorienlehre, das Verhältnis von Ontologie und Erkenntnistheorie, Probleme der Ästhetik, Fragen der politischen Philosophie. Neben den genannten stiftungseigenen Publikationen sind aus den Diskussionen auch zahlreiche Beiträge zu anderen Vorhaben hervorgegangen, so zur Europäischen Enzyklopädie für Philosophie und Wissenschaften in Meiner Verlag, Hamburg, zum Historisch-kritischen Wörterbuch der Ästhetik (Metzler, Stuttgart), zu internationalen Kongressen. Gelegentlich wurden Beihilfen zu Promotionsarbeiten gewährt.

 

Seit dem Tod von Hans Heinz Holz im Dezember 2011 widmet sich die Stiftung zentral der Erschließung und Publikation des umfangreichen Nachlasses des Philosophen. Sie fördert Workshops und Tagungen sowie Nachwuchswissenschaftler in Fortsetzung der thematischen Arbeit des Gründers.

 

 

Aufbau der Stiftung

Stiftungsrat:

Silvia Holz Markun, Journalistin, Vorsitzende

Prof. Dr. Jörg Zimmer, Philosophie, Universität Gerona, Spanien

Prof. Jochen Albrecht, Kunsttheorie, Krefeld

Prof. Dr. Alfred Noll, Wien

 

 

Wissenschaftlicher Leiter seit 1.1.2012:

Prof. Dr. Jörg Zimmer, Universität Girona, Spanien

 

 

Die Homepage zu Hans Heinz Holz wird publiziert und aktualisiert im Auftrag der Stiftung.

 

 

Rechtsform:

 

Stiftung schweizerischen Rechts nach Art. 80 ff des ZGB, eingetragen im Handelsregister in Locarno. Die Stiftungsaufsicht führt das Justizdepartement. Die Finanzkontrolle erfolgt durch eine vom Justizdepartement bestimmte Treuhandgesellschaft.